Anti-Aging beginnt schon mit 25

25 Jahre ist angeblich das magische Alter, ab dem die Haut zu altern beginnt. Kein Wunder, dass deshalb vor allem Frauen schon in jungen Jahren beginnen, der Hautalterung vorzubeugen. Deutlich sichtbare Falten sind ein Zeichen des Älterwerdens – und werden zumindest in unserer Kultur meist nicht unbedingt willkommen geheißen. Im Parfümerie-Handel finden sich viele verschiedene Anti-Aging-Produkte und Kosmetik-Hersteller forschen immer weiter an neuen Inhaltsstoffen. Doch genauso unterschiedlich die Gründe für die Hautalterung sind, so unterschiedlich sind auch die Möglichkeiten, die die Haut beim Jung-Bleiben unterstützen.

Ab Mitte 20 wird die Haut bereits weniger durchblutet, die Zellerneuerung verlangsamt sich und auch die Talgproduktion lässt nach. So entstehen Falten. Bei manchen sieht man sie früher, bei manchen später. Hier spielen sowohl die Vererbung als auch die Umwelteinflüsse und der Lebensstil eine große Rolle. Daher beginnt Anti-Aging auch nicht zwangsläufig nur bei der Kosmetik, weiß auch Daniela Gemeinhardt, Visagistin und Make-up Artist: „Viele Menschen vergessen genug zu trinken. Das ist schon einmal ein wichtiger Faktor! Je älter man wird, umso trockener wird die Haut, da Feuchtigkeit mit zunehmendem Alter nicht mehr so gut gespeichert werden kann und sich somit der Wassergehalt der Haut vermindert. Deshalb brauchen wir genug zusätzliche Feuchtigkeit und müssen ausreichend trinken, sonst entstehen neben der natürlichen Hautalterung auch noch so genannte ‚Trockenheitsfältchen‘.“

Auch ein gesunder Lebensstil kann dabei unterstützen, der Hautalterung vorzubeugen: Auf Rauchen und hohen Alkoholkonsum verzichten. Genug schlafen und sich ausgewogen ernähren. Sich regelmäßig bewegen und Stress reduzieren. Auch die Einwirkung von UV-Strahlung spielt laut Experten bei der Hautalterung eine Rolle. Also ist beim Sonnenbaden immer etwas Vorsicht geboten. Viele Frauen setzen deshalb schon in jungen Jahren auf eine Tagespflege mit integriertem Lichtschutzfaktor.

Anti-Aging in der Kosmetik

Der Begriff „Anti-Aging“ ist nicht gesetzlich geschützt. So gibt es unzählige, verschiedene Produkte, die sich dem Kampf der Hautalterung verschreiben. Am besten lässt man sich im Fachhandel für Drogeriewaren beraten. „Individuelle Beratung ist wichtig, denn die richtige Pflege muss zum Hauttyp und zu den Bedürfnissen der Haut passen. Prinzipiell gilt: Man kann nie früh genug damit anfangen, vorbeugend gegen die Hautalterung vorzugehen“, erklärt Daniela Gemeinhardt.

Insbesondere für Einsteiger ist es wichtig, sich bei der Wahl der passenden Gesichtspflege im Fachhandel kompetent beraten zu lassen. Neigt die Haut zu Unreinheiten, sollte diese möglichst nicht zu reichhaltig sein. Spezielle Augencremes sollen kleinen Fältchen in der Augenpartie entgegenwirken. Neben Cremes und Lotions gibt es dann auch noch die Seren. Diese sind meist flüssiger und werden oft für die Haut ab 35 empfohlen. Sie enthalten besonders hochkonzentrierte Wirkstoffe und sollen gleich nach der Reinigung aufgetragen werden. Danach wird zusätzlich eine Pflegecreme verwendet. 

Wer sich über die richtige Wahl der Nahrungsergänzung für den eigenen Körper informieren möchte, ist beim Fachpersonal in Parfümerien und Drogerien gut aufgehoben.

Mag. Daniela Gemeinhardt


Vitamine und Nahrungsergänzung in der Hautpflege

Doch Anti-Aging ist nicht nur in der Kosmetik ein großes Thema. Es kann durchaus ratsam sein, die Hautpflege von innen mit verschiedenen Vitaminen und Nahrungsergänzungen zu unterstützen. Die für die Bekämpfung von Hautalterung fünf bekanntesten Nährstoffe sind:

  • Hyaluronsäure: Diese Säure ist in einer Vielzahl von Produkten enthalten und wurde oft als Wundermittel verkauft. Hyaluronsäure kann Unmengen Wasser speichern. Sie kommt natürlich im Körper vor, nimmt mit zunehmendem Alter allerdings ab und wird dann oft als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt.
  • Vitamin A / Retinol: Vitamin A soll Fältchen reduzieren. In Nahrungsergänzungsmitteln kommt zumeist Retinol vor. Dies ist ein Ersatzstoff, der in der Haut Vitamin A-Säure bildet. Damit soll der Wachstumsprozess der Zellen positiv gesteuert werden.
  • Coenzym Q10: In vielen Anti-Aging-Produkten ist Coenzym Q10 enthalten. Es ist ein körpereigenes Enzym, allerdings lässt die Produktion im Alter nach. Es soll sich positiv auf die Energieversorgung der Zellen auswirken.
  • Antioxidantien: Sie sollen vor sogenannten freien Radikalen schützen, also Molekülen, die die Zellen schädigen können. Bei der Anti-Aging-Therapie scheint es ratsam, auf eine Kombination unterschiedlicher Antioxidantien zu setzen, da die Haut von einer Vielzahl mehr zu profitieren scheint.
  • Biotin / Vitamin H / Vitamin B7: Biotin ist bekannt dafür, sich insgesamt positiv auf Haut und Haare auszuwirken. Deshalb gibt es viele Produkte, die sich für eine Haut- und Haar-Kur eignen.

Wer sich über die richtige Wahl der Nahrungsergänzung für den eigenen Körper informieren möchte, ist beim Fachpersonal im Parfümerie-Handel oder Drogerien gut aufgehoben. 

Bildquelle: iStock.com/master1305


Über Mag. Daniela Gemeinhardt

Daniela Gemeinhardt hat sich schon immer mit Make-up und Kosmetik beschäftigt und schließlich die Ausbildung zur Visagistin und Make-up Artist gemacht. Make-up, Frisur und Styling ist für sie ein kreativer Ausgleich. Ein besonderes Interesse hat sie für Naturkosmetik, gesunden Lebensstil und nachhaltige Produkte.

www.dani-gemeinhardt.at/