Aronia Beere als Supperfood auf einem Tisch.

Aronia: Ein Superfood erobert Österreich

Bestimmt erinnern Sie sich an unseren letzten Artikel, “Superfoods: Acerola-Kirsche für den Vitamin C-Kick”, in welchem wir bereits einen der Superfoods Vertreter vorgestellt haben. Dabei haben wir bereits geklärt, dass man unter Superfood vollwertige Lebensmittel versteht, die einen besonders hohen Wert an essenziellen Vitaminen, Mineral- und Vitalstoffen haben. Diesen Artikel widmen wir nun dem fruchtigen Superfood-Vertreter Aronia. Eine kleine Beere, die es in sich hat: Die Aronia ist in Österreich buchstäblich in aller Munde. Dabei hat die Bezeichnung „Superfood“ ihre Berechtigung. Denn die Beere hat sehr wertvolle Inhaltsstoffe, gilt in anderen Ländern schon seit Jahren als Unterstützung für das Herz-Kreislauf-System und wächst auch in unseren Breiten.

In den Drogerien und Reformhäuser dreht sich momentan sehr viel um die Aronia-Beere. Doch wer glaubt, dabei handelt es sich nur um einen exotischen Hype, ist auf dem Holzweg. Die Beere ist ein wertvolles Lebensmittel und dabei gar nicht so besonders exotisch. Sie wird auch Apfelbeere oder Schwarze Eberesche genannt, stammt aus Nordamerika und wird inzwischen auch in Österreich angepflanzt.

Der Aronia-Strauch war schon bei den Indianern hoch angesehen. Auch in Russland und Polen wird die Beere schon seit langer Zeit als Heilpflanze genutzt. Nun fand dieses Superfood seinen Weg auch auf den heimischen Speiseplan. Und das zurecht, wie Diätologin Erika Mittergeber erklärt: „Die Aronia weist einen höheren Gehalt an Polyphenolen auf, als jede andere Beere. Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die besonders wertvoll für unseren Körper sind. Sie wirken antioxidativ und entzündungshemmend. Kurz gesagt: Diese Antioxidantien helfen, die freien Radikale im Körper zu fangen, die durch Stress, schlechte Ernährungsgewohnheiten oder Umweltprobleme entstehen und zu Krankheiten führen können.“

Unterstützung für das Herz-Kreislauf-System

In anderen Ländern wird diese kleine, unscheinbare Beere als Heilmittel bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen geführt und soll auch eine blutgefäßstärkende Wirkung haben. Durch ihren erwiesenermaßen sehr hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen – man erkennt sie schon an dieser satten, dunklen Farbe – ist sie durchaus empfehlenswert für eine gesunde Ernährung. Denn ich empfehle jedem, so viele sekundäre Pflanzenstoffe wie möglich zu essen – also möglichst bunt!“, sagt Mittergeber.

Bunt ist auch die Aronia-Produktpalette, die mittlerweile in jeder gut sortierten Drogeriezu finden ist: Saft, Marmelade, getrocknete Früchte, Müsli-Mischungen, Fruchtriegel und Tee – alles aus oder mit Aronia. Im getrockneten Zustand kann man sie auch zum Backen und Kochen verwenden, der Saft wird häufig als Kur empfohlen. „Und ab und zu darf man sogar mal zu Früchten mit Schokoüberzug greifen“, so die Ernährungsexpertin.

Aronia – Ein Produkt aus heimischer Landwirtschaft

Sie kann die Aronia-Beere auch aus einem anderen Grund empfehlen: „Das ist kein Trend-Produkt, das von weit her importiert werden muss, wo man eine Belastung mit Schwermetallen oder Umweltgiften nicht ausschließen kann, oder durch viele Exporte vielleicht sogar die Landwirtschaft und Umwelt vor Ort geschädigt wird. Die Aronia ist unempfindlich und robust, die wächst auch in Österreich. Es gibt bereits Qualitätsware aus heimischen Anbaugebieten“, sagt Mittergeber. Da es keine Schädlinge gibt, ist chemischer Pflanzenschutz überflüssig. Wer allerdings jetzt selbst gleich ein Aronia-Strauch im Garten oder auf dem Balkon pflanzen möchte, könnte eine unliebsame Überraschung erleben: Zwar sind die Beeren im rohen Zustand genießbar, aber sie schmecken sehr bitter. Also doch lieber auf die verarbeiteten Waren in Drogerien und Reformhäusern zurückgreifen. Dort gibt es auch gleich die Beratung vom Fachpersonal mit dazu.

Bildnachweis: iStock.com/Xanya69


Über Erika Mittergeber MAS

Erika Mittergeber ist Diätologin und weiß aus eigener Erfahrung, dass der Alltag eine gesunde Ernährung oft schwer macht. Daher legt sie bei ihrer Arbeit größten Wert darauf, dass sich ihre Beratung bestmöglich im Alltag umsetzen lässt. Ihr ist es besonders wichtig, den Menschen als Ganzes zu sehen, und nicht nur sein Ernährungsproblem.

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