Naturkosmetik: Ein Trend, der bleibt!

Wer sich in Drogeriemärkten umsieht, merkt schnell: Hier hat eine große Veränderung stattgefunden. Stieß man früher nur ab und zu auf ein teures Nischenprodukt, füllt Naturkosmetik heute ganze Regale. Immer mehr Menschen beschäftigen sich mit den Inhaltsstoffen ihrer Kosmetik, sie hinterfragen die Herstellung und wollen über Herkunft und Wirkstoffe Bescheid wissen. Deshalb ist der Trend zur Naturkosmetik sicher kein kurzlebiger Hype, sondern wird sich noch weiterentwickeln. Doch worauf muss man dabei achten?

Was ist eigentlich in der Hautcreme drin, mit der ich jeden Tag mein Gesicht pflege? Was ist das für ein Wirkstoff, der meine Haare besonders glänzen lässt? Und warum riecht meine Bodylotion nach Parfüm? Genau wie im Bereich der Ernährung gehen Menschen seit einiger Zeit viel sensibler an den Einkauf heran.

„Das ist sicher kein Thema, das einfach nur viel gehypt wird und irgendwann wieder in der Versenkung verschwindet. Im Gegenteil, das ist ein positiver Trend, der uns erhalten bleiben wird“, sagt Daniela Gemeinhardt, Visagistin und Make-up Artist. Sie selbst ist ein großer Freund von natürlichen Produkten und rät jedem dazu, sich bewusst damit auseinanderzusetzen und sich im Fachhandel beraten zu lassen.

„Naturkosmetik ist ein positiver Trend, der uns erhalten bleiben wird“,

sagt Daniela Gemeinhardt, Visagistin und Make-up Artist
Bildquelle: iStock.com/Paul Bradbury

Grüne Kosmetik, Pflanzen-Kosmetik, natürliche Kosmetik

In den Regalen findet sich grüne Kosmetik, Pflanzen-Kosmetik, natürliche Kosmetik, Bio-Kosmetik, ganzheitliche Kosmetik oder Kosmetik mit Inhaltsstoffen aus der Natur. Schnell wird klar: Für Naturkosmetik gibt es keine international klare Richtlinie. Die verschiedenen Produkte am Markt müssen keine einheitlichen Kriterien erfüllen.

Dazu kommt eine Reihe von unterschiedlichen Gütesiegeln und Zertifikaten. Dabei ist es gut zu wissen, dass jeder Hersteller für seine Produkte eigene Richtlinien entwickeln und seine Produkte danach zertifizieren lassen kann. Und dass so manch kleinere Marke auf kostenpflichtige Zertifizierung verzichtet und stattdessen nur auf ihren Produkten und in der eigenen Werbung auf ihren Naturkosmetik-Standard verweist. Wer sich hier zurechtfinden möchte, sollte sich am Besten im Fachhandel für Drogerie bzw. Parfümeriewaren beraten lassen.

Definition von „Naturkosmetik“

Auch für österreichische Hersteller gibt es keine Rechtsvorschrift bezüglich Naturkosmetik. Allerdings ist eine Definition von „Naturkosmetik“ im Österreichischen Lebensmittelbuch festgelegt. Demnach darf Naturkosmetik ausschließlich aus Naturstoffen bestehen, also Stoffe aus pflanzlichem und mineralischem sowie teilweise auch tierischem Ursprung. Auch für die Methoden, mit denen die Stoffe gewonnen und weiterverarbeitet werden, gibt es hier strenge Regeln. Bestimmte Konservierungsstoffe, Duftstoffe und andere Inhaltsstoffe sind in den Produkten nicht erlaubt. Im Zweifelsfall sollte man daher auf eine Beratung im Fachhandel setzen.

Was man dabei bedenken sollte: „Wenn man auf Konservierungsstoffe verzichtet, dann sind die Produkte natürlich nicht so lange haltbar. Dessen sollte man sich beim Einkaufen bewusst sein“, sagt Daniela Gemeinhardt. Sie rät außerdem dazu, nicht nur die Inhaltsstoffe, sondern auch die Verpackung zu hinterfragen: „Immer mehr Hersteller setzen heute schon auf umweltfreundliche Verpackungsmöglichkeiten. Das geht oft Hand in Hand mit den natürlichen Inhaltsstoffen. Hier kann man einen hohen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.“

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Über Mag. Daniela Gemeinhardt

Daniela Gemeinhardt hat sich schon immer mit Make-up und Kosmetik beschäftigt und schließlich die Ausbildung zur Visagistin und zum Make-up Artist gemacht. Make-up, Frisur und Styling sind für sie ein kreativer Ausgleich. Ein besonderes Interesse hat sie für Naturkosmetik, gesunden Lebensstil und nachhaltige Produkte.

https://www.dani-gemeinhardt.at/